Der 16- jährige Jonas ist ein Mitläufer. Bis zu dem Tag, als eine Partybekanntschaft nach Monaten wieder vor seiner Tür steht – genauer gesagt nach 9 Monaten. Doch Vicky will kein Geld, sondern nur die Aufmerksamkeit Jonas’ für seine kleine Tochter Klara. Es beginnt eine scheue Reise durch Jonas eigene Gefühlswelt, die er selbst erst noch zu erkunden hat. Zu Anfang weigert sich Jonas den Tatsachen ins Auge zu sehen und versucht jeglichen Kontakt zu seiner Tochter und deren Mutter zu umgehen. Doch er hat nicht mit der Ausdauer und dem Einfallsreichtum Vickys gerechnet. Sie schafft es schließlich mit viel Kreativität und Witz ihm seine Tochter näher zu bringen. Zwischen Neugier, Angst und Widerwillen entwickeln sich dann auch zaghafte Gefühle einerseits für Vicky, die ihm hartnäckig folgt, aber auch für seine Tochter. Durch viele Rückzieher und Schüchternheit gehemmt, versucht er zum ersten Mal seine eigenen Entscheidungen zu treffen und lernt so neue Seiten an sich selbst kennen.

Der Film erzählt zum einen die Geschichte einer jungen Liebe zwischen den beiden Hauptdarstellern, andererseits thematisiert er auch einfühlsam die Herausforderungen einer frühen Elternschaft und die Suche nach der eigenen Identität. Dabei stellt er die Frage, inwieweit die eigene Freiheit mit der Verantwortung und Liebe für andere vereinbar ist. Er ist ein Plädoyer für die bedingungslose und verantwortliche Liebe, die aus beiden Hauptdarstellern reife junge Erwachsene macht. Nichtsdestotrotz wird das ernste Thema von feinem Humor durchzogen und erreicht durch die sympathisch-holprigen Dialoge nur noch mehr Authentizität.

Neben dem Förderpreis der DEFA-Stiftung, erhielt er den 30. Filmfestival Max Ophüls Preis Saarbrücken 2009, den Nachwuchsdarstellerpreis für Ludwig Trepte, den Preis des 19. filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2009, den Jugendfilmpreis und den Preis des Fünf Seen Filmfestivals 2009.