Der junge kanadische Regisseur Jamie Travis hat bis jetzt keinen einzigen Langspielfilm gemacht und gilt bereits als großer Inszenierungsmeister des stilisierten Films. Noch keine 29 Jahre alt wird ihm 2009 die erste Retrospektive im London Museum of Modern Art gewidmet. Er zählt zu den besten Filmemachern Kanadas und ist einer der meistausgezeichneten Regisseure des Landes.

Travis behauptet von sich nicht zu unrecht, ein Kontrollfreak zu sein: Er komponiert die Sets, ist Production Designer, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent seiner Filme – jede Vorhangfalte, jedes Haar muss sitzen. Das Ion Magazine aus Vancouver schreibt über Jamie Travis: »Seine Kurzfilme kombinieren die makabren Themen von David Lynch und Todd Solondz und machen sich das Kunstverständnis von Wes Anderson zu eigen«. Unsere fünf Kurzfilme stellen sein gesamtes bisheriges Werk dar: The Saddest Boy In The World, Why the Anderson Children didn’t come to Dinner und die Patterns-Trilogie.
Die kleinen Meisterwerke sind bis auf den letzten Millimeter ausdesignte, rotbäckige, frischduftende Äpfelchen mit riesigen, bösen Würmern darin, die ein Musical-Stück performen. Die Bilder sind LSD-bunte Trips, die aber nicht verschwimmen, sondern in klare Formen und Muster strukturiert sind. Eine nacherzählende Wiedergabe der Geschichten wäre hochgradig unsensibel und sinnlos. It’s sad and funny. Sunny. Perfect. Unmissable!