Wenn die Behörden wachsender Kriminalität und Armut in einer Stadt nicht mehr Herr werden, erlauben sie meistens den Bau von sogenannten „Gated Communities“. Dies sind Siedlungen, die durch hohe Mauern, Kameras und private bewaffnete Sicherheitsdienste vor der „bösen Außenwelt“ geschützt sind. Abgeschirmt lebt es sich drinnen wie im Paradies, während draußen die Zivilisation den Bach hinunter geht. Herein kommt nur, wer dort wohnt oder eine persönliche Einladung vorweisen kann; sogar die Polizei hat Mühe, sich Zutritt zu verschaffen.
Keine Mühe beim Zutritt haben dagegen drei Jugendliche, die im angrenzenden Slum Mexiko Citys ihre Zeit und bald auch Anderes totschlagen, als ein Unwetter zuerst einen Strommast knickt und dann das Sicherheitssystem knackt. Selten war der Eintritt ins vermeintliche Paradies so verlockend wie in diesem Moment der stromlosen Dunkelheit und einladenden Mastbrücke.
Klappt das Entern der bisher als uneinnehmbar wahrgenommenen Festung auf Anhieb, so erweist sich diese „terra incognita“ als tückische Falle. Denn am nächsten Morgen liegen vier Leichen in „La Zona“.
Während die Bewohner der Siedlung zunächst zu Tode geschockt sind, weil sie ihre Verwundbarkeit erkennen, stellen die gewählten Vertreter der Bewohner schnell fest, dass sie ein handfestes Problem haben: Zwei der Toten gehören zu den drei Einbrechern, der dritte Tote ist ein Wachmann, den ein nervöser, aber bewaffneter Anwohner mit einem der Einbrecher verwechselt hat. Der dritte Einbrecher ist noch auf freiem Fuß. Als die Nachricht die Runde macht, schließt sich der 16-jährige Alejandro seinen Freunden an und unternimmt eine Suchaktion – bewaffnet und zu allem entschlossen.
La Zona führt uns in eine korrupte Scheinwelt, in der sich Amateur-Diebe, Amateur-Polizisten und Amateur-Juristen die Hand reichen und der letztlich das komplette Spektrum von Krimi über Thriller bis hin zum Drama aufgreift.