Itty Bitty Titty Committee

Gut, dass der Film auch im Deutschen seinen
Originaltitel behalten durfte, denn eine wirklich
passende deutsche Übersetzung gibt es nicht. Er
entstammt dem amerikanischen Slang und bedeutet
frei übersetzt: „kleine Brüste bringen’s
nicht“. Der Titel ist weniger als persönliche Beschreibung
der Protagonistinnen zu verstehen,
vielmehr als Kritik des amerikanischen Schönheitsideals.
Anna, ein schüchternes Highschool Mädchen,
das am Empfang einer Schönheitsklinik arbeitet,
verliebt sich in die Aktivistin Sadie. So findet sie
zur Aktivistengruppe für Frauenrechte und von
nun an ist Aktion angesagt. Annas Spießerleben
wird damit abrupt beendet.

Die C.I.A. (Clits in Action) ist eine kleine
Gruppe junger Feministinnen, die sich mit ihren
Aktionen gegen die Unterdrückung der Frauenrolle
in einer von Männer dominierten Gesellschaft mit
allen Mitteln zur Wehr setzen. Die C.I.A. besteht
aus jungen Frauen, die alle Klischees bedienen,
die die feministische Szene aus dem Blickwinkel
der Gesellschaft darstellen.

Humor gepaart mit dem Versuch einer feministischen
Revolution. Die Regisseurin Jamie Babbit
stellt ihren Film in die Schnittstelle zwischen
Liebeskomödie und Anarchiefilm und schafft so
den Spagat zwischen beiden Filmgenres.
Hierbei ist anzumerken, dass sie sich inhaltlich an Lizzie
Bordens Film Born in Flames anlehnt und diesen
mit ihrem ganz eigenem, selbstkritischen Humor
versieht, der einigen aus Fernsehserien wie
Malcom mittendrin, Nip/Tuck oder Gilmore Girls
bekannt sein könnte. Diese Art von sarkastischem
Humor bekommt dem Film sehr gut.
Ebenso, dass die Männer hier nicht wie die letzten
Hinterwäldler dargestellt werden, was dazu
führt, dass der Film auch das männliche Publikum
ansprechen kann. Hinterlegt ist das Ganze mit
jeder Menge guter Punkmusik.

➔ Wir zeigen diesen Film mit freundlicher
Unterstützung
von: belladonna. Frauen und
Kultur e.V.
➔ Spieltermine: 12.2. um 21 Uhr mit Vortrag
von Julika Funk und 16.2. um 19 Uhr

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