Poppy heißt eigentlich Pauline, ist Anfang 30 und arbeitet als Grundschullehrerin im Norden Londons. Sie ist immer noch auf der Suche nach dem richtigen Mann, und bis dahin wohnt sie eben mit ihrer Busenfreundin Zoe zusammen, was sie allerdings auch nicht weiter stört.

Sorgenfrei und heiter lebt Poppy in den Tag hinein und ist uns mit ihrer quietschfidelen
Unbekümmertheit ein wahres Vorbild in Sachen Lebensfreude. Poppy ist einfach knallvergnügt. Sie läuft geradezu über vor lauter Fröhlichkeit, Optimismus und guter Laune, die sie sich von nichts und niemandem verderben lässt. Weder die Tatsache, dass ihr heiß geliebtes Fahrrad gestohlen wurde, noch ihr permanent schlecht gelaunter cholerischer Fahrlehrer Scott, der an allem etwas auszusetzen hat, können den Vitalitätskreisel stoppen. Wie eine ältere, aber immer noch genauso abenteuerlustige und neugierige Pippi Langstrumpf trotzt sie dem Ernst des Lebens.
Am liebsten würde Poppy alle Menschen glücklich machen und mit ihrer Lebenslust anstecken, dabei stößt sie jedoch immer wieder an ihre Grenzen, denn nicht jeder will sich auch von ihr anstecken lassen.

HAPPY-GO-LUCKY wirft einen kurzen Blick in Poppys Leben. In kleinen Episoden wird von dieser bezaubernden Frau und ihrer Umwelt erzählt. Poppy geht in die Disco, lernt bei dem grimmigen Fahrlehrer Scott Autofahren, nimmt Flamenco-Stunden und findet vielleicht sogar die Liebe. Das Drehbuch entstand durch eine über sechs Monate andauernde Improvisationsarbeit der Darsteller mit dem Regisseur Mike Leigh. Dadurch sind originelle Dialoge mit teils herrlich skurrilem Wortwitz entstanden. Auf der Berlinale wurde die Hauptdarstellerin dieses heitersten und buntesten Films des Wettbewerbs mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Der vor positiver Energie und pointiertem Witz übersprudelnde Gute-Laune-Film ist eine Ode an das Leben, eine Anleitung zum Glücklichsein, ein Weg raus aus dem Trübsinn. Poppys geballte Ladung an Frohsinn schlägt früher oder später fast jeden in ihren Bann.
Anschauen und Freuen!

Das Zebra Kino zeigt den Film in Kooperation mit dem Lumière-Kino am 7.7. an der Uni