GENRE: FANTASY; REGIE: PHILIP POLCAR; PRODUZENTEN: MICHAEL PALM, PHILIP POLCAR; BUCH: PHILIP POLCAR; DARSTELLER: MORITZ GABRIEL, STEPHAN ARENSMEIER-RIVA, ALICE VON LINDENAU, JAKOB SCHULZ, MICHAEL PALM; LÄNGE: CA.62 MIN.

Die jungen Diebe Paconius und Julia träumen von einem besseren Leben, in dem sie nicht mehr andere Menschen bestehlen müssen, um zu überleben. Da bietet sich unverhofft eine Chance: Sie sollen den Zauberer Krylon und den Waldläufer Ján, die in einer königlichen Mission unterwegs sind, zu den Lakadern, einem verfeindeten Seevolk, begleiten. Es lockt eine enorme Belohnung!
Von Abenteuerlust und Sehnsucht nach Reichtum getrieben, lassen die beiden Diebe sich auf das gewagte Unterfangen ein. Sie ahnen nicht, von welcher Brisanz ihre Mission ist – und tappen in die Falle eines blutgierigen Nekromanten, dessen Untotenhorde schon lange kein Menschenfleisch mehr gefressen hat …

Im Sommer 2007 entstand in und um Konstanz der erste Teil der Fantasy-Trilogie Erdora. Erdacht und produziert wurde der Amateurfilm vom Studenten Philip Polcar und dem Seetroll-Inhaber Michael Palm. Regisseur Philip Polcar hat in den in den vergangen Jahren schon zwei Kinopremieren in Konstanz gefeiert. Beide fanden im Cinestar statt, doch diesmal hat er sich bewusst für das Zebra-Kino entschieden: „Die unkommerzielle Ausrichtung meiner Filme passt einfach viel besser zum Zebra.“ betont er selbst und möchte am Abend auch weitere Amateur- und Independent-Filmemacher unterstützen:
Im knapp einstündigen Vorprogramm werden Trailer und Kurzfilme von anderen deutschen Regisseuren gezeigt, die wie Polcar und Palm nur aus der Liebe zum Film Geld und Zeit in die Materie investieren und dabei oft ein sehenswertes Alternativprogramm zum großen Kommerzkino fabrizieren. Ganz in diesem Sinne ist auch Erdora zu sehen: Dieser „no-budget-Frodo-Film“ schaut zwar ehrfürchtig zu den großen Brüdern wie „Herr der Ringe“ auf, doch bietet insgesamt eine eher alternative Struktur, in der das eine oder andere Klischee gebrochen wird.

Zusammen mit der technischen Unvollkommenheit des Films ergibt sich ein Produkt, das einen ganz eigenen Charme versprüht. Dass dies ankommt, beweist eine stets wachsende Zahl an Liebhabern, die bewusst den Genuss von Amateurfilmen dem großen Blockbustern vorziehen.

? Spieltermine: 12. Januar – 14. Januar