Irgendwo im pakistanischen nowhere: Mukhtaran Mai wird im Juni 2002 vom Ältestenrat ihres Dorfes dazu verurteilt, von mehreren Männern vergewaltigt zu werden. Sie wird bestraft, weil ihr damals zwölfjähriger Bruder angeblich die Ehre eines einflussreichen und sozial höher stehenden Clans verletzt hat.
Angeordnete Gruppenvergewaltigungen sind in Pakistan kein Einzelfall. Meist werden sie akzeptiert, die Frauen schweigen oder töten sich selbst, um nicht noch mehr Schande über die Familie zu bringen.
Mukhtaran Mai nimmt die ihr zugewiesene Opferrolle nicht an. Sie wehrt sich, ihr Fall wird national und international bekannt. Gegen viele Widerstände bringt sie die Täter vor Gericht. Trotz aller gegen sie und ihre Familie gerichteten Drohungen bleibt sie in ihrem Heimatdorf und baut dort mit der ihr zugestandenen Entschädigungszahlung die erste Schule für Mädchen und junge Frauen. Sie ist überzeugt, dass Bildung für Frauen der beste Schutz gegen patriarchalische Unterdrückung ist und gegen das, was ihr geschah.

? Wir zeigen den Film in Kooperation mit Amnesty International Ortsgruppe Konstanz und TERRE DES FEMMES, Ortsgruppe Konstanz, Organisationen,
die gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen und Mädchen arbeitet. Der Film wird durch TERRE DES FEMMES mit einem Vortrag begleitet.