In DEEP BLUE wird dem Zuschauer eines der letzten unbekannten Gebiete auf der Landkarte dieses Planeten präsentiert. Gut zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt und trotzdem ist die Welt der Meere bis heute viel weniger erforscht als das Weltall. Um noch nie gesehene Bilder der Ozeane auf Zelluloid zu bannen, reisten die Regisseure mit einem für Dokumentarfilme enormen Budget von 17 Millionen Dollar innerhalb von fünf Jahren an über 200 unterschiedliche Drehorte und komprimierten die 7000 Stunden Filmmaterial zu einem außergewöhnlichen Kinoerlebnis.

Die gezeigte Unterwasserwelt erstreckt sich von tropischen Korallenriffen bis zu der schroffen Küste der Antarktis. Mit Hilfe von Kamera-U-Booten geht die Reise sogar in mehrere Tausend Meter Tiefe. Die spektakulären Aufnahmen zeigen spielende Delfine, gigantische bunte Fischschwärme und schließlich den düsteren Grund der Ozeane, wo Leuchtfische, Würmer und Quallen die tiefschwarze Finsternis in ein farbenfrohes Feuerwerk verwandeln. Dem Zuschauer eröffnet sich eine geheimnisvolle Unterwasserwelt, deren natürliche Formen- und Farbenvielfalt immer wieder Staunen hervorruft. Trotz dieser atemberaubenden Bilder von der Vielfalt des Lebens wird auch offensichtlich, dass in den Ozeanen die unerbittlichen Gesetze der Natur herrschen. Man sieht Haie beim Jagen, Orcas, die Seelöwen attackieren oder Korallen, wie sie ihre Nachbarn bei lebendigem Leib fressen. Im täglichen Überlebenskampf gilt das gnadenlose Gesetz des Stärkeren.

Nur selten ist die verzaubernde, aber auch packende Bildgewalt kommentiert, im Regelfall sprechen die Bilder für sich. Untermalt wird dieses optische Meisterwerk von den eindrucksvollen Kompositionen George Fentons („Ghandi“), eingespielt vom Berliner Philharmonika- Orchester. Der Soundtrack intensiviert die faszinierenden und fantastischen Einblicke in die Tierwelt der Meere und macht DEEP BLUE zu einem beeindruckenden Erlebnis für Augen und Ohren. Das Resultat ist ein fesselndes Filmwerk und ein aufregender Trip in die spannende Lebenswelt Tiefsee.

Das Zebra Kino zeigt Deep Blue in Kooperation mit dem BUND im Rahmen des Wissenschaftsjahres zum Thema „Wasser“.
Spieltermin: 4.7. im Palmenhauspark