Die unbekannte Schauspielerin Laura Conti ist
zum Vorsprechen für die weibliche Hauptrolle in
einem Kostümfilm eingeladen. Der Regisseur
Luca ist von ihr fasziniert, hat die Rolle jedoch
eigentlich bereits besetzt.
Er bittet Stefano, einen routinierten und bekannten
Schauspieler, der die männliche Hauptrolle
übernehmen soll, eine Szene mit Laura zu
proben. Stefano ist irritiert, zunächst, da er seine
für die Rolle ursprünglich vorgesehene
Kollegin und Freundin Chiara brüskiert sieht,
dann aber um so mehr, als ihm die Probenszene
außer Kontrolle gerät. Laura weicht bald vom
Text ab und scheint vielmehr ihre ganze eigene
Persönlichkeit in die Rolle der Kameliendame zu
werfen – der geplante Film im Film „La vita che
vorrei“ ist eine Adaptation dieses Klassikers.
Noch bevor die Entscheidung über die
Vergabe der Rolle gefallen ist, lässt sich Stefano
auf eine weitere Probe mit Laura in ihrer Wohnung
ein. Die spontane Intensität ihres Spiels
widerspricht seinen Vorstellungen schauspielerischer
Professionalität – und sie reißt ihn mit.
Laura erhält die Hauptrolle des Films.

Während die entstandende Liebesbeziehung
immer schwieriger wird und sich die Charaktere
beider immer unvereinbarer zeigen, entfachen
sie in ihren Rollen auf dem Set gemeinsam ein
immer größeres Feuer.

Sowohl Giuseppe Piccioni als auch das brilliante
Schauspielerduo Ceccarelli – Lo Cascio sind
aufmerksamen Zebrabesuchern und Freunden
des aktuellen italienischen Kinos bereits aus
Luce dei miei occhi (2001) vertraut. Während
dort Lo Cascio einen verträumten Chauffeur
spielt, der sich für seine Liebe zu einer von Cecarelli
gespielten alleinerziehenden Mutter aufopfert
und dennoch an sie kaum herankommt,
ist hier Laura die Kompromisslose, Liebende
und Stefano der verwöhnte, verliebte Zauderer.
Mit „La vita che vorrei“ erzählt Piccioni erneut
eine hinreißende und melancholische Liebesgeschichte.