Der Durchschnittskinogänger unserer westlichen Gesellschaft verbindet die Institution Kino vor allem mit nettem Zeitvertreib und Popcorn. Dass Kino viel mehr ist als das, zeigt die Dokumentation „Comrades in Dreams – Leinwandfieber“ durch einfühlsame Portraits vierer passionierter Cineasten. Auf den ersten Blick haben diese nicht viel gemeinsam und doch eint sie eine Leidenschaft: Der Traum des Kinos und die Liebe zum Film.

Da ist die koreanische Filmvorführerin Hang Jong Sil, die in ihrem Kino Propagandafilme passend zum aktuellen Geschehen zeigt. Der erfolgreiche Wanderkinobetreiber Anup in Indien, der weiß, wie er sein Publikum in sein Zelt lockt.

Oder die drei Cineasten Lassane, Zakaria und Luc in Burkina Faso, die mit größter Aufopferungsbereitschaft ein Open-Air-Kino betreiben, zum Leidwesen ihrer vernachlässigten Frauen.
Wie in Afrika, Indien und Nordkorea wird auch das kleine Kino von Penny Tefertiller in der Provinz Wyomings zum sozialen Mittelpunkt für Jung und Alt.

Das Augenmerk der Dokumentation liegt auf dem Rahmen, dem Geschehen vor, während und nach einer Filmvorstellung in den verschiedenen Ländern. Wie überwinden die Kinobetreiber Finanznot oder wählen die Filme aus? Dabei bringen uns vor allem die Erlebnisse und Anekdoten das Phänomen Kino und dessen Bedeutung in anderen Kulturen näher und regen zum Lachen und Sinnieren an.

Das Kino, ob im Zelt oder unter freiem Himmel wird zum Treffpunkt und ist die Passion seiner Besitzer. Es ist nicht nur Projektionsfläche für Zelluloidfilme, sondern auch für Visionen und Träume der Menschen.

Im Anschluss an die Vorstellung am 9.10. findet übrigens mal wieder eine der legendären Zebra-Parties statt. Der 25ste Geburtstag wird Anlass dafür sein, zu New Wave, Electro und Trash abzurocken. Nebst gewissen Überraschungs-DJs werden uns auch die Genialen Tanten wieder beglücken.