„Am 12. Juli riss ein Selbstmordattentäter in einem Einkaufszentrum in Hasharon nahe Netanya fünf Menschen mit in den Tod“, heißt es im Jahresbericht 2006 der amnesty international im Kapitel über Israel und die besetzten Gebiete. Und Ähnliches hört man immer wieder in den Nachrichten. Doch wer oder was bringt junge Palästinenser eigentlich dazu, solche abscheulichen Verbrechen zu begehen? Der Film Paradise Now gibt den (Selbst-) Mördern ein Gesicht und zeigt ihre Lebensumstände vor den Attentaten, aber auch, dass sie sich gegen das „Märtyrertum“ entscheiden könnten. Auf der Berlinale 2005 hat Paradise Now den ai-Menschenrechtsfilmpreis gewonnen, der dort zum ersten Mal vergeben wurde. Der Film ist „eine kleine Geschichte über einen großen Konflikt – moralisch, aber nicht moralisierend; berührend, aber nicht sentimental. Ein Film, der zur Auseinandersetzung zwingt, ohne belehrend zu sein. Ein Plädoyer dafür, dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann“, heißt es in der Begründung der Jury. Vor dem Film gibt es eine Einführung durch die ai-Hochschulgruppe Konstanz und danach eine Diskussion.
