Ganz so hatte sich die 16-jährige Juno das nicht
vorgestellt, als sie ihrem besten Freund Paulie
eines Abends zum „ersten Mal“ verhalf. Doch
nachdem auch der 3. Schwangerschaftstest ein
eindeutiges JA spricht, ist klar: Die Folgen sind
durchaus weitreichender, als beide sich das hatten
vorstellen können. Brombeerkuchengeschmack
und der einmalige Charme eines Wartezimmers
vereiteln jedoch die geplante Abtreibung
und so muss sich Juno zwangsläufig mit dem
wachsenden Leben in ihrem Inneren beschäftigen.
Die folgenden Monate der Schwangerschaft
bedeuten nicht nur das Suchen und Finden der
Adoptiveltern, sondern konfrontieren Juno auch
mit Situationen, die schon für eine nicht-schwangere
16-Jährige puren Stress bedeutet hätten.
Aber Juno lässt sich nicht unterkriegen und geht
die Sache mit ihrer ganz eigenen Art an.
Wer denkt, er hätte es hier mit amerikanischem
Teenie-Klamauk à la American Pie zu
tun, lasse sich eines Besseren belehren. Denn
Diablo Cody hat mit ihrem Oscar-prämierten
Drehbuch die Grundlage für einen Film geschaffen,
der feinfühlig beobachtend die Geschichte
eines ganz besonderen jungen Mädchens erzählt.
Ellen Page erfüllt diese Rolle so überzeugend
menschlich und Jason Reitman inszeniert
das Ganze so beglückend, dass die Geschichte
sowohl märchenhaft-schön als auch überraschend
ehrlich anmutet. Die Freude, diesen Film
zu sehen, sollte sich wirklich niemand verwehren.
Juno
– Fr, 13. Juni 2008Eingestellt unter: Filmdatenbank, H - S
