Die zwölfjährige Sara wächst in Sarajevo auf. Das
Land befindet sich in der Nachkriegszeit des
Jugoslawienkriegs und das alltägliche Leben ist
leidet noch stark unter diesem Einfluss. Der Vater
ist im Krieg gefallen und ihre Mutter Esma ist nun
allein für die sich im rebellischen Teenageralter
befindende Sara verantwortlich. Der Film zeigt
auf wunderbare Weise das Leben der beiden.
Das erste Verliebtsein, die Frage nach dem Vater
sowie die alltäglichen Strapazen der Nachkriegszeit.
Eine liebevolle Mutter-Tochterbeziehung mit
all ihren Höhen und Tiefen, die wohl die meisten
von uns an eigene Jugenderlebnisse erinnern
lässt. Der Film, ausgezeichnet mit dem goldenen
Bären der Berlinale 2006, ist einfühlsam inszeniert
und in den Hauptrollen brillant gespielte. Er
beschwört die Kraft der Liebe, durch die Hass
und Gewalt überwunden werden können und eine
Versöhnung zwischen Feinden von einst möglich
erscheint.