Nach dem Bestseller Roman Drachenläufer von
Kaled Hosseini inszenierte der Schweizer
Regisseur Marc Forster 2007 den gleichnamigen
Film, der ein ebenso brillantes Werk geworden
ist, wie seine Vorlage.
Die Geschichte spielt Mitte der 1970er Jahre
im damals noch friedlichen Kabul, bevor es in
eine Ära des Krieges gerät, die bis heute anhält
und das Land in Angst und Schrecken versetzt.
Amir ist ein kleiner, etwas schüchterner Junge
aus einer wohlhabenden Familie aus Afghanistan,
der mit seinem besten Freund Hassan den
Hollywood Legenden Charles Bronson und Steve
McQueen nacheifert, die sie für ihren Heldenmut
bewundern. Eines Tages wird Amirs Mut auf die
Probe gestellt, und er trifft eine folgenschwere
Entscheidung, die sein Leben prägen wird.
Der Film beginnt im Jahr 2000 in San Francisco.
Amir lebt schon seit Jahren in Amerika,
wohin er nach der sowjetischen Invasion Ende
1979 in Afghanistan mit seinem Vater geflohen
ist. Er hat gerade seinen ersten eigenen Roman
veröffentlicht, als er einen Anruf aus der Heimat
seiner Jugend bekommt und eine ihm vertraute
Stimme sagt: „Komm nach Hause, Amir. Es ist
Zeit. Du kannst es wiedergutmachen!“ Amir
macht sich auf den Weg in eine Welt, die sich
verändert hat, die eine andere geworden ist, als
die seiner Jugend.
Marc Forster ist nach Monster’s Ball (Oscar)
ein weiterer beeindruckender Film gelungen, der
den Zuschauer mit seinen wunderbaren Bildern
und mitreißender Atmosphäre von Anfang an in
den Bann zieht und Forster endlich unter den
Spitzenregisseuren
ankommen lässt (sein nächster
Film ist 007 – Quantum of Solace) Er hat es
geschafft, mit seinem Stil eine beeindruckende
Natürlichkeit zu kreieren, die den Zuschauer mitten
in eine andere Welt versetzt.
Drachenläufer ist ein überaus gelungener
Film, der dem Zuschauer ans Herzen geht – besonders
in einer warmen Sommernacht unterm
Sternenhimmel.

? 01.07. an der Universität Konstanz in
Kooperation mit dem AstA-Kino und
zwofuffzich kino (bei Regen im Audimax)