Für Ina endet die Gefängniszeit, für den geistig behinderten Hagen endet die Zeit im Heim, und Domühl, der sich verzweifelt mit den Überresten der Gerüstbaufirma seines Vaters durchs Leben schlägt, ist auch kurz vor dem Ende.

Dass alle drei auf dem ausgedienten Kasernenareal zusammenkommen, das Domühls Vater nach der Wende für 1 Euro gekauft hatte, ist purer Zufall. Wo der Zuschauer ahnt, dass ihm hier die Zusammenführung dreier tragischer Schicksale vorgeführt werden soll, entspannt sich hingegeneine eigenwillige Dynamik.

Das Schöne: die dreimögen sich nicht. Es fällt auch schwer, sie zu mögen. Beziehungen entwickeln sich dennoch, unvermeidlich, widersprüchlich, brüchig. Undauch der Zuschauer kommt schließlich nicht umhin,die sehr überzeugend gespielten Charakterean sich heran zu lassen.

Ein Film voll überraschender Wendungen, der fesselt und bewegt und nochmals einen eindrücklich bebilderten Einblick in Kohls „blühende Landschaften“ der Post-DDR gewährt.