Lucy

Lucy erzählt die Geschichte einer Mutter, die selbst fast noch ein Kind ist. Berlin: Maggy (Kim Schnitzer) wohnt bei ihrer Mutter – und hat selbst der kleinen Lucy gerade erst das Leben geschenkt. Maggys Leben verläuft seltsam unbestimmt, schwankt hin und her zwischen Teenager-Ritualen und naiv-aufopferungsvoller Kinderbetreuung. Als Maggy den 25jährigen Gordon (Gordon Schmidt) kennenlernt, zieht sie mit der Kleinen bei ihm ein.

Ein kleiner Aufbruch, eine Ahnung von Glück. Nur das, was sie sich ersehnt hatte, bleibt aus. Auch jetzt muss der Alltag organisiert werden, die Sehnsucht nach dem Leben will ebenso gestillt werden wie die kleine Lucy. Doch Gordon bleibt immer öfter von Zuhause fort. Ihre vagen Träume finden keine Form, in der sie sich erfüllen können. Maggy beschleicht ein Gefühl der Leere, die Ahnung, dass das Glück flüchtig ist, wird mehr und mehr zur Gewissheit, ebenso ihr Wille, dass jetzt etwas geschehen muss.

Henner Winckler sagt über seinen Film: „Die ganze Geschichte wird eher so erzählt, wie ein neutraler Betrachter sie wahrnehmen würde (…). Mir entspricht es eher, mir ein Stück herauszunehmen, bei dem man sich das Davor und das Danach denken kann. Ich glaube auch, dass man immer Gefahr läuft, zu vereinfachen oder in Klischees abzurutschen, wenn man zu viel erklärt. Wir wollten nicht das ganz große Drama machen, sondern uns über das kleine ans große Thema heranerzählen. Die Geschichte selbst ist dramatisch genug (…). Maggy will es besser machen als ihre Mutter. Aber sie hat kein eigenes Ideal und greift zurück auf Vorstellungen von Familie, die sie vielleicht eher aus dem Fernsehen kennt.“

Henner Winckler wird am 1. März im Zebra-Kino, einen Tag vorher bereits im Weitwinkel in Singen zu Gast sein. Lucy ist bereits der zweite Film des jungen Regisseurs, der auch als Drehbuchautor und als künstlerischer Mitarbeiter an der HFF Konrad Wolf in Potsdam tätig ist.


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