Lost Children

In Uganda herrscht seit fast 20 Jahren ein brutaler und zerstörerischer Krieg, der bereits unzählige Opfer gefordert hat, Familien zerreißt und Kinderleben zerstört. Francis beispielsweise muss schon mit 12 Jahren beim Töten anderer Menschen zusehen. Jennifer ist mit 14 Jahren bereits gebrandmarkt von Narben, die ihr Dasein als Kämpferin verraten, ebenso gezeichnet von inneren Wunden, die Vergewaltigungen hinterlassen haben. Der 13-jährige Kalima hat Alpträume, da er vor den Augen eines anderen Kindes dessen Mutter erstechen musste.
Oliver Stoltz und Ali Samadi Ahadi porträtieren in Lost Children vier Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren, sogenannte „Kindersoldaten“. Sie erzählen ihre eigene persönliche Geschichte und stehen gleichzeitig exemplarisch für mehr als 250.000 Kinder weltweit. Sie erleben in jungen Jahren schon mehr an Grausamkeiten als die meisten Menschen in ihrem gesamten Leben. Lost Children schreckt vor grausamen Bildern nicht zurück, und zeigt schonungslos die in Uganda alltäglich gewordene Brutalität.
„Weil der Film allein den Zuschauer in einer hilflosen Betroffenheit zurücklässt, darf und sollte man darauf hoffen, dass er eine umso intensivere öffentliche Diskussion anregt.“ (filmstarts.de) Einen kleinen Beitrag dazu wollen wir am 25.10. um 20 Uhr im Zebra Kino bieten. Wir freuen uns, dass Jürgen Biedermann den Film mit einem Vortrag vorweg und anschließender Diskussion begleiten wird. Jürgen Biedermann war selbst einige Monate in Uganda und hat dort vor Ort mit den (jungen) Opfern des Krieges gesprochen und selbst Filmmaterial gesammelt, wovon er auch kurze Ausschnitte präsentieren wird.