Krisana – Glut

Lettland/Deutschland 2005; 90 Min; Orig. (Lettisch) m. dt.Untertiteln; s/w
Buch und Regie: Fred Kelemen; mit: Egons Dombrovskis, Nicolaj Korobov, Vigo Roga u.a.
FSK ab 6

Die Kamera folgt dem Mann über eine eiserne Treppe auf die Fußgängerbrücke, die über ein breites Gewässer führt. Sie sieht ihn an, während sie sich an das Geländer klammert. Es ist nächtliche Stille, das heisst, keine menschliche Stimme ist vernehmbar, doch überall hört man das Quaken der Frösche, dann ein Hundegebell. Er sieht die junge Frau kurz an, sie ist blond und vielleicht schön. Dann geht er weiter.
Einige Momente später hört man das Aufplatschen im Wasser. Matiss Zelcs, Angestellter des lettischen Landesarchivs in Riga, kann die Frau nicht vergessen. Am nächsten Tag geht er wieder über die Brücke. Er forscht und fahndet und begibt sich auf eine tage- und nächtelange Suche nach ihren Spuren.
Er findet eine Handtasche, einen Ehemann und einen Lebensgefährten. Was wie eine Detektivgeschichte und ein Film Noir beginnt, nimmt nach und nach die seltsamsten Wendungen.

Der deutsche Filmemacher Fred Kelemen hat diesen Film bei einem Stipendienaufenthalt in Riga mit lettischen Darstellern auf deutsch gedreht. In seiner wortkargen, manchmal komischen, immer ton- und bildintensiven Erzählweise erinnert der Film an den Finnen Kaurismäki.