Kommen wir zu dem größten Kinoereignis der letzten fünf Jahre. Kommen wir zu dem neuen Film von David Lynch. Eigentlich erübrigt sich jede Beschreibung des Films, da ihn einfach alle sehen müssen.
Aber dennoch ein paar Worte zum Inhalt:
Nikki Grace, eine ehemals gefeierte Schauspielerin, wird für die Hauptrolle im neuen Film von Regisseur Kingsley Stewart engagiert. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten erfahren sie und ihr Co-Star Devon Berk, dass der Film ein Remake ist: Er wurde vor einigen Jahren schon einmal gedreht, allerdings nie fertiggestellt, weil die beiden Hauptdarsteller vor Beendigung der Dreharbeiten zu Tode kamen. Immer mehr Rätsel umgeben Nikki, während sie in die Rolle von Susan Blue schlüpft und Fiktion und Realität, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verschmelzen beginnen.
Welcome to Lynchville.
David Lynch, der sich bereits in seinen vergangenen Filmen gegen eine klassische Erzählpraxis wandte, führt dieses Programm in Inland Empire fort und lässt typische Lynch-Motive erkennen, die Anknüpfungen an andere Filme seines meisterhaften Gesamtwerkes erlauben. Wer den Regisseur mit dem bis ganz nach oben zugeknöpften Hemd kennt, fühlt sich auch in diesem Werk sofort beheimatet, zumal es als inoffizielle Fortführung von „Mulholland Drive“ besprochen wird. Auch kennen wir die Hauptdarstellerin Laura Dern aus Lynchs Filmen Blue Velvet und Wild at Heart, die in Inland Empire eine unbeschreibliche schauspielerische Glanzleistung vollbringt.
David Lynch hat in seinem neuen Film sein stets wachsendes Universum um weitere Dimensionen erweitert.
Der Regisseur präsentiert seinen Zuschauern ein geniales narratives Konstrukt, das all seine Geschichten, kleinen Geheimnisse und Details nach und nach offenbart. Der verschachtelte Aufbau erzeugt eine unentrinnbare Sogwirkung, die den Zuschauer immer tiefer in das Gebäude des Films hineinzieht.
Inland Empire erzählt unglaublich real die Geschichte eines Geheimnisses inmitten von Welten in Welten.
„[...] einer der wenigen Filme 2007, die es verdient haben, als wahre Kunst bezeichnet zu werden.“(New York Times)
