NORWEGEN 2006; 123 MIN.; OMU; REGIE: HANS PETTER MOLAND;
MIT: KRISTOFFER JONER, ANE DAHL TORP, JAN GUNNAR ROISE; FSK:
OHNE ANGABEN
Als Knut Pedersen ende der 60er Jahre nach
Larvik fährt, um seine erste Stelle als
Gymnasiallehrer anzutreten, ist es vor allem der
rote Rock einer Mitreisenden, dem er auf der
Zugfahrt seine Aufmerksamkeit schenkt. Mit
ähnlichen Blicken wird er später als Studienrat
die Rote Fahne der Revolution anhimmeln.
Zunächst heiratet er gutbürgerlich, doch bald gewinnt
ihn ein rebellischer Schüler für die
Marxistisch-Leninistische Arbeiterpartei AKP.
Als ihm dort Nina begegnet, verfällt er der attraktiven
Ärztin total. Auch nach Beendigung des
Verhältnisses bleibt Pedersen seiner Liebe zu
ihr und dem traum von der Revolution treu.
einfühlsam und mit feinem Humor schildert
der 1955 in Oslo geborene Regisseur Moland in
seiner Romanverfilmung die unfreiwillig-komischen
Aspekte im Leben des selbsternannten
Klassenkämpfers sowie die selbstzerstörerischen
Züge von Angehörigen einer Generation,
die sich als Kinder von Mao und Rock’n’Roll empfanden.
Für seinen Film wurde Moland 2006 beim
Filmfestival in Montreal mit dem Regiepreis und
bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck mit dem
Baltischen Filmpreis ausgezeichnet. in der Jury-
Begründung für den Baltischen Filmpreis heißt
es dazu: „Der Film kehrt das Wesen der grotesken
und menschlichen Aspekte eines Zeitrahmens
hervor (…) er zeigt, wie die ideologischen
Bedingungen eine Gesellschaft und seine Menschen
in diesem artistisch eindrucksvollen und
psychologisch tiefen Film prüfen (…).“ Der Film
ist mehr als reine Fiktion, er spiegelt den historischen
Kontext der Geschichte wieder.
? Spieltermin: Genosse Petersen am 16.10.
um 20 Uhr