In Die Doppelgänger von Sacramento gibt es Stan Laurel und Oliver Hardy gleich im Doppelpack. Zum einen sind sie glücklich verheiratete Ehemänner und brave Bürger. Zum anderen gibt das Gespann deren Zwillingsbrüder: Zwei muntere Matrosen und Abenteurer, die gleichzeitig als die schwarzen Schafe ihrer Familien gelten.
Eines Tages erreicht die beiden Pantoffelhelden die Nachricht, dass ihre Zwillingsbrüder auf See tödlich verunglückt wären. Doch – unverhofft kommt oft – laufen die beiden totgesagten Tunichtgute gerade mit ihrem Schiff putzmunter in den Hafen ein und stellen im Strudel der nun einsetzenden Ereignisse die ganze Stadt auf den Kopf. Durch Verwechslungen werden Stan und Ollies Ehen vor massive Krisen gestellt und die beiden mitsamt ihrer Doppelgänger geraten wegen eines kostbaren, verschwundenen Rings in Konflikt mit organisierten Gangstern. Im grotesken Durcheinander des ‚wer mit wem’ und ‚wer gegen wen’ und spontan gebildeter Zweckgemeinschaften kommt es zu rasanten Verfolgungsjagden und grotesker Situationskomik in allerfeinster Slapstick-Manier.
Der Film ist einer der ersten, die von Laurel und Hardy selbst produziert wurden und in dem sie ihr ‚Lach-Kino’ vollständig nach eigenen Vorstellungen gestalten konnten. Mit ungewöhnlichem Aufwand (gemessen an den Vorgängerfilmen) ist eine Doppelgänger-Groteske entstanden, die zu den besten Filmen des Duos gehört. Nach Spuk um Mitternacht, der zum Aktionstag der Kommunalen Kinos 2005 im Rahmenprogramm der Konstanzer Kurzfilmspiele_1.2 als restaurierte Fassung uraufgeführt wurde, freuen wir uns jetzt schon auf ein Wiedersehen mit den sympathischsten Hüteverwechslern und Augenpiekern der Filmgeschichte.