King Kong (1933)

Seinerzeit ist King Kong mehr als jeder andere Film bis dahin „der Stoff, aus dem die Träume sind“. Cooper/Schoedsack lösten als erste das von Hollywood gegebene Versprechen ein, daß „im Film alles möglich“ sei.
Der Regisseur Carl Denham (Robert Armstrong) will auf Skull Island, einer fern abgelegenen Südseeinsel einen Film drehen. Eine monströse Kreatur, die von den Eingeborenen als Gott verehrt wird, heißt es, herrsche hier. Das einzige Dorf auf der Insel ist mit mächtigen Palisaden gegen das Landesinnere bewehrt. Kurz nach der Ankunft der Filmcrew wird die ‚weiße Frau’, Ann Darow (Fay Wray, die erste scream-queen der Filmgeschichte), von den Eingeborenen entführt und in einem düsteren Ritual deren Gott dargebracht. Furchtlos machen sich Denham und seine Leute an die Befreiung der Schönen. Das Filmprojekt vor Ort hat sich damit zerschlagen. Doch in Denham keimt eine neue, verhängnisvolle Idee heran. Das neue Ziel ist der Broadway – mit Kong, dem Affengott, als Attraktion. Es gelingt der Filmcrew, den Riesenaffen zu betäuben und in die ‚neue Welt’ zu verschiffen. Kong befreit sich, schnappt sich die geliebte weiße Frau und erklimmt – im legendären Finale – das Dach des Empire State Buildings (den skull von New York).
Die Sonderstellung, die King Kong in der Filmgeschichte einnimmt, ist untrennbar mit der Leistung der Tricktechnik, der Musik und der Geräusche verbunden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Films wird eine Figur über die (wegweisende) Trickkombination von „mechanischen Modellen, Miniaturgorillas, Stop-Motion-Animationen, Hintergrundmalereien und komplizierten Rückprojektionen … in jeder Umgebung zum Leben erweckt“ (Jan Distelmeyer). Zum ersten Mal wurde die Filmmusik auf die Szenenlänge des final cut hin komponiert und der arme Geräuschemacher Murray Spivack fiel vom Stuhl, als ihm klar wurde, dass er u.a. T. Rex, ‚verrückte’ Eingeborene, einen vor Liebe schmachtenden Riesenaffen und ein zerstörtes New York mit Geräuschen unterlegen sollte. King Kong war der erste Film, der maßlos Augen, Ohren und die Vorstellungskraft seines Publikums ausnützte, mehr noch, zelebrierte. King Kong ist die Geburt des Films im Zeitalter des Tonfilms. Come to the Kong-Show!