1961 kommt Siggi nach Dresden, um an der Theaterhochschule Bühnenbild zu studieren. Es ist April und die Welt im real existierenden Sozialismus scheinbar noch in Ordnung. Siggi wohnt bei seiner Tante Hedi und verdient sich sein Geld als Kulissenmaler.

Seine Bekanntschaft mit der Lyrikerin Luise und ihrem Ehemann Wolle reißt ihn aus dieser beschaulichen Welt. Er entdeckt den Rock ‘n’ Roll und seine Liebe zu Luise. Über sie lernt er auch das berüchtigte Tanzlokal „Roter Kakadu“ kennen, in dem sich die Rock ‘n’ Roll- begeisterte Jugend Dresdens regelmäßig trifft. Die Staatssicherheit beobachtet das Bohemien-Leben mit äußerstem Misstrauen und sinnt auf Maßnahmen gegen den moralisch zersetzenden westlichen Rock ‘n’ Roll und seine Anhänger. Wolle wird verhaftet und Siggi muss um Luise und seine Zukunft kämpfen.

Dominik Graf entwirft in seinem Film ein authentisches Portrait der Zeit des Umbruchs kurz vor dem Mauerbau. Als wüssten sie, dass die Tage der Freiheit endgültig gezählt sind, feiern die Jugendlichen hier ihr Leben und versuchen zwischen wachsender Repression und sozialistischer Spießigkeit ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen.