Endlich Sommer, endlich Ferien! Die erste Reise ohne die Eltern, zusammen mit gleichaltrigen Teenagern in einem Ferienlager an der französischen Küste- für die beiden Freundinnen Clara und Zoé scheint dies der Himmel auf Erden.

Während die extrovertierte Zoé es kaum erwarten kann ihre Jungfräulichkeit zu verlieren und möglichst viel Zeit mit den Jungs verbringen will, fühlt sich die sensible Clara zunehmend vernachlässigt und verwirrt über ihre eigenen Gefühle gegenüber den männlichen Lagergenossen, die keinerlei sexuelles Interesse in ihr wecken.

Clara beginnt sich von den anderen abzusondern und zieht sich mehr und mehr zurück. Die einzige, die ihr Verständnis entgegenbringt, ist die reife und selbstbewusste Sonia, von der alle behaupten, dass sie eine Lesbe sei. Die beiden Außenseiterinnen kommen sich näher und Clara versinkt in einem Wirrwarr der Gefühle, verstärkt durch ihre wachsende Zuneigung für die faszinierende Sonia und den einhergehenden Spott ihrer Altersgenossen, die Sonia provozieren wo es nur geht, und nun auch Clara im Visier haben. Nachdem Clara aus lauter Verzweiflung heraus die Nacht mit einem Jungen verbracht hat, scheint das Gefühlschaos perfekt.

Claras Sommer, der sein Pendant in dem deutschen Erfolgsfilm Sommersturm gefunden hat, erzählt nicht nur von der Geschichte eines Coming Outs, sondern auch von den Schwierigkeiten und teilweise sehr schmerzhaften Erfahrungen, die jeder Teenager auf dem langen Weg hin zum Erwachsensein durchleben muss. Die realistische Darstellung der pubertierenden Jugendlichen, die mit Alkohol- und Drogenexzessen und der ersten großen Liebe zu kämpfen haben, sowie das überzeugende Spiel seiner Protagonisten, besonders das von Selma Brooks, die in der Rolle der Clara brilliert, machen diesen Film absolut sehenswert.