Brandan ist ein introvertierter Einzelgänger aus Überzeugung. Zu seinen einzigen Wegbegleitern an seiner Highschool zählen Computernerd Brain und bis zu ihrer Trennung auch seine Freundin Emily.

Obwohl sie bereits seit geraumer Zeit getrennte Wege gehen, bemerkt Brandan, dass Emily in irgendetwas hineingeschlittert sein muss. Ihr verstörter Anruf bestätigt seinen Verdacht und als er sie schließlich tot in einem Abflusskanal vorfindet, setzt er alles auf eine Karte um herauszufinden, wer dies seiner großen Liebe angetan hat.

Vier scheinbar unzusammenhängende Worte, die Emily in ihrem verzweifelten Anruf stammelte, bringen Brandan auf eine gefährliche Spur. „Brick“, „Tug“, Poor Frisco“ und „Pin“. Was haben diese Dinge zu bedeuten? Mit der Hilfe seines Freundes Brain kommt Brandan dem dunklen Geheimnis auf die Spur und dringt dabei tief in die hiesige Unterwelt ein.

Brick ist nicht nur einfach eine Detektivstory an einem ungewöhnlichen Schauplatz.
Zum einem verdankt dieser erfrischende Highschool- Neo-Noir seien schrägen Witz seinen großartigen Schauspielern Lukas Haas oder Joseph Gordon-Levitt, der dem Zebra-Publikum noch aus Mysterious Skin ein Begriff sein dürfte.

Zum anderen wird umgehend klar, dass Brick das Vorhaben abgeschüttelt hat, durch die schlichte Aufgreifung obligatorischer Bestandteile eines Film Noir, einer von vielen Neo-Noir-Streifen zu werden. Innerhalb der sieben Jahre Vorbereitungszeit, die das Erstlingswerk von Rian Johnson in Anspruch genommen hat, beschäftigte sich dieser intensiv mit dem werkgetreuen Transfer der Schwarzen Serie in die Gegenwart.

Wie würde der Antiheld unserer Zeit aussehen, wie die klassische Femme Fatal und wie der geheimnisvolle Bösewicht? Ist es zwingend die Nacht und ihre Schatten, die einen Film düster erscheinen lassen? Brick spielt beispielsweise hauptsächlich am Tage! Doch durch die frische und offen Art dem Genre entgegenzutreten, kombiniert mit der Obsession zu alten Detektivromanen von Dashiell Hammet, visualisiert Johnson beeindruckend die atemberaubende, bedrückende Atmosphäre eines Film Noir und ruft mit ungewöhnlichen Methoden die gewünschten Assoziationen einer spannenden und originellen Detektivstory hervor. Völlig zu Recht gewann Rian Johnsons Regiedebut den Special Jury Price des Sundance Film Festivals.