Eine Strafkolonie in Südafrika im Jahre 1725. Claas Blank, ein junger Hirte aus dem Volk der Khoi, wird von einem weißen Gericht zu zehn Jahren Zwangsarbeit auf Robben Island, der Strafkolonie vor Kapstadt, verurteilt. Blank hatte versucht, sich Rinder zurückzuholen, die von weißen Siedlern beschlagnahmt worden waren. Auf Robben Island wird der vermeintliche Dieb der Gärtnerei zugeteilt, wo er sich durch seinen Arbeitseifer und seine schnelle Auffassungsgabe bei seinem Vorgesetzten, dem latent homosexuellen Botaniker Virgil Niven, der ihn insgeheim begehrt, beliebt macht. Hier trifft er ausserdem auf den wegen “Sodomie” verurteilten holländischen Matrosen Rijkhaart Jacobsz. Aus der Beziehung der beiden, die anfangs nur aus schnellem Sex besteht, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine intensive Romanze.
Doch die Idylle währt nur kurz: Das Paar wird vom eifersüchtigen Niven beim Sex inflagranti ertappt, angezeigt und muss sich vor dem Tribunal verantworten…
Der Filmtitel bezieht sich nicht auf den Meergott aus der griechischen Mythologie, sondern auf eine besonders wohlriechende Tulpenart, die Protea, die der schurkische Niven züchtet und kultiviert und mit der er auf dem Weltmarkt dem internationalen Tulpenhandel Konkurrenz machen will.
Der Film basiert auf wahren Begebenheiten: Jack Lewis’ Drehbuch liegen Prozessakten zugrunde, die er in südafrikanischen Archiven entdeckte. Gemeinsam mit seinem kanadischen Regie-Kollegen John Greyson, dessen ebenso wunderschöner wie tragischer Liebesfilm ‚Lilies’ übrigens vor zwei Jahren auf dem Que(e)rgestreift Filmfest lief, hat er einen Hybriden aus Kostümfilm, der respektlos (budgetlos?) auf Video gedreht wurde, und fatalem Liebesfilm geschaffen, den das Zebra Kino für die Vorführung im Kino ergattern konnte, obwohl er noch keinen offiziellen deutschen Bundesstart hat!
