Der Debüt-Film des Belgiers Sam Garbarski war der Überraschungs-erfolg in Frankreich 2003 ! Eine melancholische, jüdische Familien-geschichte bei der ‚Tango‘ für mehr steht als reine Lebenslust. Im Zentrum des Geschehens steht eine zerstrittene jüdische Familie: Der eine Teil führt ein liberales Leben in Frankreich, der andere Teil lebt als orthodoxe Rabbiner in einer Talmudschule in Israel.
Erst als die todkranke Rosa unerwartet stirbt, scheint es zu einer möglichen Versöhnung zu kommen. Sie, die sich wenig für Religion interessierte, hat zur Überraschung aller ein Grab auf dem jüdischen Friedhof reservieren lassen.
Rosas Schwager Dolfo (Natan Cogan), ein Überlebender der Vernichtungslager, hat nie von dieser Zeit erzählen können, und ist der charmante Narr der Familie. Doch so liberal es scheint geht es nicht immer zu: So will die junge, schöne Nina eine jüdische Familie gründen. Und Goy, ein älterer Franzose, der Nina liebt, muss mehr als die Zirkumzision aufbieten um den Hauch einer Chance bei ihr zu haben.
Mit Der Tango der Rashevskis und aktuellen Filmen wie Alles auf Zucker von Dani Levy findet die Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen westeuropäischen Judentum den Weg vom Feuilleton in die Kinos. Jüdische Lebensart im Europa von heute – witzig, traurig, anrührend und verrückt – das bekommt man nicht alle Tage im Kino geboten!
Le tango des Rashevski – Der Tango der Rashevskis
– Sa, 23. April 2005Eingestellt unter: Filmdatenbank, H - S
