Mit Memento wurde Christopher Nolan schlagartig berühmt. Zwei Jahre vorher hat er diesen spannenden und raffinierten Debütfilm in Schwarz-weiß gedreht.
Bill, Einzelgänger, verfolgt andere Menschen quer durch die Londoner City. Für seine Recherchen als Schriftsteller, behauptet er – in Wirklichkeit ist es aber eine Sucht, das Leben anderer Personen auszuspionieren. Eines Tages verfolgt er Cobb und beobachtet diesen dabei, wie er in fremde Wohnungen einbricht, um seinerseits anderer Menschen Privatleben auszuspionieren und durcheinanderzubringen. Cobb stellt ihn zur Rede, schließlich steigen beide gemeinsam in fremde Wohnungen ein. Bill wird in einen Strudel von Ereignissen hineingezogen, über die er zusehends die Kontrolle verliert, als er sich in eine attraktive Frau verliebt.
Ein Neo-Noir ist Christopher Nolan hier gelungen, stilsicher hat er Elemente klassischer Kriminalfilme à la Hitchcock mit modernem dokumentarischen Kino verwoben. Entstanden ist „ein guter, spannender Thriller, fehlerfrei inszeniert, verrätselt und voller Geheimnis“ (artechock).
6000 Dollar betrug das Budget für diesen Film, ein Jahr lang wurde an den Wochenenden gedreht. Einmal mehr ein Beweis für die These, dass gute Filme nicht teuer produziert sein müssen.
Im Vorprogramm zeigen wir den kürzlich Oscar prämierten, 20-minütigen KurzfilmWASP, ebenfalls eine britische Produktion.