Im Rahmen der spanischen Filmreihe Pasiones Españolas- Liebe, Leiden und Dämonen, zeigt das Zebra-Kino diesen Dokumentarfilm von Großmeister Carlos Saura, der wie kein anderer spanischer Regisseur die Kunst des Flamencos in seinen Werken thematisiert. Als Teil einer Trilogie (Bodas de sangre und El amor brujo), die sich ganz dem Flamenco widmet, drehte er 1982 den Erfolgsfilm Carmen, welcher ihm die Goldene Palme in Cannes und eine Oscarnominierung für den besten, nicht englischsprachigen Film bescherte. Sauras Faszination für den Flamenco ist in fast allen seinen Filme präsent und veranlasste ihn im Jahre 1995 zu den Dreharbeiten für einen Dokumentarfilm über jene andalusische Kunstform:

„The idea was to make a documentary film with no storyline, no gimmicks, just to put together the best artists from the genre: contemporary artists and old-timers, the orthodox and the not-so-orthodox, classical flamenco and the flamenco of the future, different approaches, palos, combinations, etc. all had to be faithfully portrayed in our project.” ( Aus einem Interview mit Carlos Saura).

So entstand ein meisterhaftes, filmisches Tanz- und Gesangsereignis, brillant choreographiert und fotografiert. Dieser visuell sehr beeindruckende und ansprechende Film, der von den Wurzeln und der Entwicklung des Flamenco bis zur Gegenwart erzählt, löste in einigen Ländern einen regelrechten Flamenco- Boom aus und wurde vom tanzbegeisterten Publikum enthusiastisch aufgenommen. Saura versammelte in Flamenco die Creme de la Creme zeitgenössischer spanischer Künstler und schuf ein kraftvolles, vor Leidenschaft sprühendes Werk, in dem er Tanz, Gesang und Bild auf mitreißende und kunstvolle Art miteinander verbindet.

¡Es emoción, es fuerza, es baile, es pasión….es FLAMENCO!