Nach seinem erfolgreichen Debütfilm „101 Reykjavik“ widmet sich der isländische Regisseur Baltasar Kormákur in seinem düsteren Familienporträt dem im wahrsten Sinne des Wortes mörderischen Existenzkampf auf Island.

Die Globalisierung macht auch vor Island nicht halt: Die Zeiten sind hart und die Fischereibranche, von der Island wirtschaftlich weitgehend abhängig ist, steckt in einer tiefen Krise. Thórdur, der Eigentümer des größten Fischereibetriebs im Ort, weigert sich diese Veränderung und den allmählichen gesellschaftlichen Umbruch anzuerkennen.

Wie selbstverständlich geht Thórdur davon aus, dass eines Tages seine Kinder seinen Fischereibetrieb mit der gleichen Hingabe weiter führen werden wie er. Als es soweit ist, ruft Thórdur seine drei Kinder zu sich um die Nachfolge seines Fischereibetriebes zu regeln. Diese haben jedoch ganz andere Ideen für die Zukunft als ihr Vater: Der mit seiner schwangeren Freundin angereiste Lieblingssohn und Wunschkandidat Ágúst hat mit der Fabrik nichts am Hut, er lebt in Paris und will Komponist werden; Haraldur, der die Geschäfte der Firma zur Unzufriedenheit des Vaters leitet, führt bereits Gespräche mit potentiellen Käufern; und die geldgierige Ragnheidur würde das Geld aus dem Verkauf am liebsten schon ausgeben. Aber Thórdur, der sein Lebenswerk bedroht sieht, ist nicht bereit, seine Firma zu verkaufen und jedem seinen Erbteil auszubezahlen. Er will sich nicht in die Psychiatrie abschieben lassen und sieht sich gezwungen, seiner eigenen Familie den Kampf anzusagen.

Das Familientreffen wird zu einem schonungslosen Kampf um Geld und Macht, bei dem es bald um mehr als den Verkauf der Firma geht, denn nun endlich kommen all die Konflikte auf den Tisch, die über der Familie schweben und die nie aufgearbeitet worden sind. Es wird offensichtlich, dass es weniger die Zukunft, als vielmehr ein düsteres Geheimnis in der Vergangenheit ist, welches den Hass und die Feindschaft jahrelang geschürt hat. So muss es zur Eskalation kommen…