Thomas Vinterberg (Das Fest) und Lars von Trier (Dogville) geben sich die Ehre und lassen das verdienstvolle ‚Dogma‘ für einmal Dogma sein und brennen mit lässiger Hand eine bitterböse, vor Zitaten und Augenzwinkern berstende Neo-Western-Satire mit ausgefeilten Shoot-Outs, ätzend scharfer und dabei unamerikanischer Message ins Zelluloid.
Anfangs dreht sich erst mal alles um die Liebe – ‚bigger than life‘. In einem mythischen, der Zeit entrückten Amerika gründet sich der wohl erste pazifistische Waffenclub der US-Geschichte. Die obsessive Beschäftigung mit dem Gun Smoke verwandelt die Gründungsmitglieder, allesamt ausgemachte Loser, in selbstbewusste Helden. Die oberste Regel heißt, niemals die Waffe für Zerstörung zu missbrauchen.

Amerika wird hier stellvertretend repräsentiert von einem staubigen Marktplatz, bei dem man jederzeit einen einherhinkenden Gary Cooper wie in High Noon erwartet, der jedoch ausbleibt.
Hut ab vor diesem wahnwitzigen Kunststück, das uns mit unbändiger Kraft, groteskem Humor und nicht zuletzt starkem Willen mit jeder abgefeuerten Kugel verblüfft.

„Ein Film der alle (…) im Berlinale-Wettbewerbsprogramm gezeigten Werke lässig übertrifft: durch unbändigen Gestaltungswillen und eine verstörende Kraft.“ (DER SPIEGEL)