In “Der Pakt der Wölfe” vermengt der französiche Regisseur Christophe Gans gängiges Mantel-und Degenkino mit chinesischer Schwertkampf-Akrobatik, Kostümdrama mit düsterer Horror-Mythologie, bedeutungsschwerer Märchen-Symbolik und Motiven des klassischen Monsterfilms.
Der Fall der „Bestie von Gévaudan“, der zwischen 1766 und 1768 mehr als hundert Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, ist in Frankreich historisch und legendenumwoben. Frankreich im Jahr 1766: Im Gévaudan zittert die Bevölkerung vor einer reißenden Bestie, die bevorzugt Kinder und Frauen zerfleischt. Die lokalen Machthaber halten einen Wolf für das Untier, doch weder Jäger noch Soldaten konnten das Wesen bislang stellen. König Ludwig XV. schickt daraufhin den Wissenschaftler Grégoire de Fronsac gemeinsam mit seinem Gehilfen, dem Irokesen Mani, an den Ort des Geschehens, um das Monstrum zu erlegen und nach Versailles zu bringen.
Vom Schloss der örtlichen Fürstenfamilie Morangias aus begeben sich die beiden auf Spurensuche. Während der Provinzadel noch wahllos Wölfe abschießt, hat Fronsac bald herausgefunden, dass die Übergriffe keine rein natürliche Ursache haben können. Das Biest besteht aus Fleisch und Metall, hat eiserne Zähne und wurde mehrfach in Begleitung eines Menschen gesichtet. Dem misstrauischen Adel passen diese Erkenntnisse aber nicht ins Konzept. Derweil wird der junge Fronsac von zwei Damen umgarnt: Der geheimnisvollen Kurtisane Sylvia und der unscheinbaren, aber nicht minder schönen Marianne. Welche Rolle wird den beiden in einem undurchsichtigen Netz aus Intrigen und Verschwörern zuteil?…
Gans inszeniert ein morbides Murder-Mystery-Märchen, dass nicht nur mit atemberaubend choreographierten Kampfszenen aufwartet, sondern auch den damals zeitlich aktuellen Konflikt zwischen Aberglaube und neuzeitlicher Aufklärung widerspiegelt.
