Was sich im Titeljargon des internationalen Filmverleihwesens anhört wie ein spätabendlicher Softporno eines Privatsenders, im indischen Original dagegen wie ein Karnevalsjauchzer, entpuppt sich als bollywoodscher Blockbuster vom indischen Subkontinent, den wir im lauen Frühherbst stolz unserem Publikum präsentieren. Wer hier zunächst zurückschreckt sei versichert: Für gehobene Qualität und unterhaltsamen Anspruch bürgt wieder einmal einer unserer Lieblings-Verleiher: Rapid Eye Movies.
Schauplatz der Handlung ist New York, New York. Naina lebt mit ihrer Mutter, der Großmutter und den Geschwistern zusammen. Die Familie befindet sich emotional wie finanziell in einer schwierigen Lage: Der Vater hat sich das Leben genommen. Naina hat neben ihrem Studienfreund Rohit und ihrer heiteren Freundin Sweetu kaum Ablenkung vom tristen Alltagsgeschehen.
Mit einem Mal ändern sich jedoch die Dinge. Nainas Nachbar Aman strotzt nur so vor Lebensfreude und geht mit seiner fröhlichen Energie äußerst freigiebig um – zur Begeisterung seiner Umwelt und bald auch des Kinopublikums. Denn unweigerlich kommen sich Aman und Naina näher, und in der Folge bleiben turbulente Verwicklungen nicht aus. Im Hintergrund scheint allerdings immer ein dunkles, trauriges Geheimnis mitzuschwingen, das Aman offenbar umgibt…
Die Presse reagierte euphorisch auf den Bollywood-Streifen, der hierzulande in “Sometimes Happy, Sometimes Sad” einen namhaften Vorgänger hatte. Der Tagesspiegel entdeckte „echtes Bollywood mit ausuferndem Hip-Hop und lustigen Erzählideen“. Film #01 feierte ein vom klassischen Bollywood-Stil abweichendes Kino, das „die realen Probleme junger Menschen, die deren Lösung nicht nur besingen, sondern auch anpacken“ zeige.
Eine perfekte Symbiose aus Tradition und Innovation möchte man meinen – und den Film allen interessierten und neugierigen Cineasten ans Herz legen!
