Ousmane Sembene, 81-jähriger Altmeister des afrikanischen Films, portraitiert in seinem humorvollen und optimistischen Film das heutige Senegal zwischen Modernität und Tradition. Faat Kiné hat es zu einem gewissen mittelständischen Wohlstand geschafft: Resolut und wohlgelaunt leitet sie ihr kleines Reich, eine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen und einigen Angestellten. Doch als alleinerziehende Mutter zweier Kinder unterschiedlicher Väter muss sich Faat Kiné unermüdlich gegen das traditionelle Patriarchat zur Wehr setzen, in dessen Weltbild ihr Lebensentwurf nicht vorgesehen ist.
Ein neuer Lebensabschnitt bricht heran, als Sohn Djib und Tochter Aby das Abitur bestehen. Dieser Übergang soll mit einem Fest begangen werden, und die Tage, die dem vorausgehen, sind angefüllt mit Geistern der Vergangenheit und Boten der Zukunft.

?Ousmane Sembene ist mit seinem Film etwas viel Schöneres gelungen als Übergröße: Kino auf Augenhöhe? (Tagesspiegel 15.1.2004)