Vier Geschwister in einem kurdischen Bergdorf, auf iranischem Staatsgebiet, ganz nahe der Grenze zum Irak. Die Mutter ist bei der Geburt eines der Kinder verstorben. Der Vater ist verunglückt, auf eine Mine getreten. Nun versucht Ayub, erst zwölf Jahre alt, seine Geschwister am Leben zu erhalten. Wie zuvor sein Vater beteiligt er sich am Grenzschmuggel. Er ist stolz, so seiner kleineren Schwester Ameneh zu ermöglichen, weiter die Schule zu besuchen. Vor allem sorgt er sich aber um seinen großen Bruder Madi, der in Wirklichkeit sehr klein ist und dringend operiert werden müsste. Das dazu nötige Geld fehlt. Ayub zieht mit den Männern. Auf Pferden und Maultieren schaffen sie Waren über die Berge und durch den Schnee auf die irakische Seite. Dabei werden sie von Grenzpatroullien beschossen und setzen sich der tödlichen Gefahr der Sprengminen aus. Zuweilen wird Ayub übers Ohr gehauen und so um seinen Tageslohn gebracht. Ayub gibt nicht auf, bringt seinem Bruder sogar ein Geschenk mit.

Schließlich wird unter Vermittlung des Onkels eine Heirat arrangiert zwischen Ayubs Schwester Rojin und einer Familie aus dem Nachbardorf. Im Gegenzug wird die Finanzierung von Madis Operation versprochen. Doch dann will man plötzlich von dieser Abmachung nichts mehr wissen, Rojins Marktwert ist auf den eines Maultieres gesunken, mit dem Ayub nun dasteht.
Er möchte es nun verkaufen um so seinen Bruder zu retten. Mit Madi auf den Schultern zieht er ein weiteres Mal über die Berge, in Begleitung der Schmuggler. Doch dieses Mal hat man den Packpferden zuviel von dem Schnaps gegeben, der sie gegen die Kälte rüsten sollte. Sie torkeln durch den Schnee. Dann gerät der Trupp unter Beschuss, und die Pferde müssen im Stich gelassen werden. Im Schlussbild sieht man Ayub mit Madi und dem Maulesel einsam an einem Irakischen Grenzzaun ankommen.

Auf dem Filmfestival in Cannes im Jahr 2000 wurde Ghobadis Film gefeiert. Sein direkter Stil, der die kleinen Protagonisten ganz unmittelbar darstellt, während von den Erwachsenen oft nur die Beine zu sehen sind, lässt auch ästhetische Muster des Dokumentarfilms anklingen.