Was könnte passender sein zum 20. ZEBRA-Geburtstag, als ein Film über die Leute, die im Hintergrund werkeln und den Projektor bedienen – also im Prinzip ein Film über uns und unsere tägliche Arbeit?

Normalerweise ist der Vorführer ein unsichtbares Wesen, das man nur dann zu sehen bekommt, wenn der Film reißt oder eine andere Panne passiert, die man vor dem Zuschauer nicht mehr verbergen kann.
Dessen Arbeit sichtbar zu machen, das gelingt Carsten Knoop, selber Vorführer im Kommunalen Kino Metropolis in Hamburg, auf sehr unterhaltsame Weise. Porträtiert werden Vorführer in kleinen Kinos, Multiplexen, beim Open Air. Sie berichten von den Pannen, die dem Zuschauer verborgen bleiben und den skurrilen Erlebnissen aus ihrer täglichen Arbeit.

Herausgekommen ist keine normale Dokumentation, sondern Knoop verfremdet seinen Film mit dem Arbeitsmaterial des Vorführers, Start- und Endbänder überlagern die Bilder, Filmtransport wird auf sehr plastische Weise demonstriert (eine kleine Interaktion mit den Zuschauern ist in den Film mit eingebaut). Welche Faszination die Kinotechnik auch auf andere Regisseure schon ausgeübt hat, zeigen die montierten Filmausschnitte, in denen Inspektor Columbo, Brad Pitt und andere ihr (Nicht-)Können demonstrieren dürfen.

Am Ende hat der Zuschauer viel gelernt und einen lustigen Einblick in die Faszination Kinotechnik erhalten – und vielleicht verkauft der oder die ZEBRA-VorführerIn ihm sogar noch ein Bier.