Zum Ende unserer Open-Air-Saison zeigen wir einen der bekanntesten Filme der Kinogeschichte, der immer wieder gerne zitiert wird und mit dem sich Isabelle (Eva Green) in Bertoluccis letztem Film „The Dreamers“ folgendermaßen identifiziert: „I was born in 1959 on the Champs Elysées, and my first words were ‚New York Herald Tribune!‘“ – Diese Szene, wie Jean Seberg an die Vorbeifahrenden Zeitungen verkauft, wird jedem in Erinnerung bleiben: Man versteht instinktiv Belmondos Liebe zu der amerikanischen Studentin, die ihn am Ende den Kopf kosten wird.

Aber „A bout de souffle“ selbst ist natürlich schon eine Hommage ans Kino, einmal direkt, in der Art und Weise wie Belmondo Humphrey Bogart imitiert, während er einen Kinoaushang mit seinem Bild betrachtet, diese Geste wird zu Belmondos Markenzeichen in dem Film und wird am Ende auch von Jean Seberg übernommen. Aber auch indirekt, nämlich wie viele Konventionen des Kinos aus Experimentierlust und Geldmangel über den Haufen geworfen werden, indem Godard bewusst mit den filmischen Regeln spielt und sie bricht. Die Anekdote schreibt den ungewohnten und teilweise rasanten Schnitt allerdings der Notwendigkeit zu, den zu lang geratenen Film kürzen zu müssen (aber das müssen doch alle Regisseure). Der Film transportiert ein einzigartiges Lebensgefühl, den Spaß am Filmemachen und präsentiert ein Paris vergangener Zeiten …

Das ZEBRA zeigt den Klassiker „A bout de souffle“ im französischen Original mit deutschen Untertiteln – Jean Sebergs englischer Akzent und Belmondos trockene Kommentare sind dadurch um so schöner.